Marges World

Liebe Kunden,

einmal muss ich Sie durch die Begrifflichkeit der Herstellung von Marmeladen, Fruchtaufstrichen & Co. führen. Denn kaum einer weiß, dass Fruchtaufstriche in der Regel hochwertiger sind als Marmeladen. Warum? Lesen Sie selbst:

Fruchtaufstriche

Was sind eigentlich Fruchtaufstriche?

Natürlich sagen alle: „Die Marge kocht Marmelade.“ Ja, dass stimmt auch, aber die meisten meiner Produkte sind genaugenommen Fruchtaufstriche. In Deutschland und in der EU ist die Herstellung von Aufstrichen in der KonfitüreVerordnung – (KonfV) geregelt. Wenn man aber außerhalb dieser Verordnung einen höheren Fruchtanteil und weniger Zucker in seinen Produkten verarbeitet, darf man diese Produkte auch Fruchtaufstrich nennen. Und das tue mit Leidenschaft und verteidige meine geliebten Fruchtaufstriche wo immer ich kannJ))

Mein Credo ist: Mehr Frucht und weniger Zucker! Der Fruchtgeschmack muss im Vordergrund stehen und nicht die Süße. Um dies zu erreichen verwende ich  mindestens 2 Teile Frucht und nur 1 Teil Zucker. Die geöffneten Gläser müssen daher auch immerim Kühlschrank gelagert werden. In meine Kühlschrank zu Hause stehen – gefühlt – alle Fruchtaufstriche dieser Welt, damit ich immer die Auswahl habe….

Natürlich habe ich auch Marmelade – also Aufstriche aus Zitrusfrüchten – im Programm. Schauen Sie einfach mal unter der Rubrik MARMELADE und lassen sich inspirieren.

Fruchtaufstriche mit Birkenzucker

„Was ist denn Birkenzucker?“ Kennengelernt habe ich diese Alternative zur herkömmlichem Zucker, als mich eine Kundin beauftragte einen „Diabetiker-freundlichen“ Aufstrich für ihren Mann zu kochen.

Nach einigen Versuchen mit allen möglichen Zuckeraustausch-Produkten stieß auf Xylit auch Birkenzucker genannt. Eigentlich müsste es Holzzucker heißen, denn Xylit wird vorwiegend aus Buchenholz und anderen Harthölzern hergestellt.

Jedenfalls fand ich Xucker® so überzeugend, dass ich seither meine kalorienreduziertere Produktlinie mit diesem Süßungsmittel herstelle.

Die  Fruchtaufstriche mit Birkenzucker schmecken noch viel fruchtiger als mit herkömmlichem Zucker und  haben im Schnitt 40% weniger Kalorien –  bei gleicher Süßkraft.

Morgens gönne ich mir regelmäßig einen griechischen Joghurt mit einem ordentlichen Löffel Erdbeer-Birkenzucker  – Hippie!!!!!

Gelee

Wir auch schon für meine Sirup-Variationen, stelle ich die Grundsäfte (Brombeer, Schwarze Johannisbeere und  Himbeer) für meine Gelees selbst her. Gelee kann man aus nahezu allen Säften kochen, die einem zu Verfügung stehen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nur zwei Säfte kaufe beim Erzeuger direkt:

Den wunderbaren sortenreinen Apfelsaft der Sorte „Grafensteiner“ vom Obsthof Matthies aus Jork. Dieser Frühapfel hat alles, was einen leckeren Apfel ausmacht – Fruchtigkeit und Süße.

Und meinen sortenreinen Quittensaft von Wendt aus Alvenslohe. Wer sich schon einmal an die Verarbeitung von frischen Quitten gewagt hat, weiß wie schwierig es ist, diesen Früchten den Saft zu entlocken. Diese Mosterei macht den besten klaren ungesüßten Quittensaft, den ich kenne. Mein Quittengelee ist wunderbar duftig und mit einem Hauch Vanille verfeinert.

Probieren Sie doch eines meiner Gelees auf einem warmen Croissant oder zu einem kräftigen Hartkäse.

Fruchtgrützen

Das Wort „Grütze“ hört sich nicht so lecker an, ABER die Hamburger Rote Grütze hat Kultstatus! Es gibt ja auch eine andere „Grütze“, auch schmackhaft, jedoch ein Getreidebrei, der je nach Geschmack mit Wasser oder Brühe aufgekocht wird.

Es findest sich kein allgemein gültiges Grundrezept für Rote Grütze – in jeder Familie schmeckt sie anders…

Meine Rote Grütze wird nach dem Originalrezept meiner Großmutter gekocht. Aus einer roten Beerenmischung und einem Teil Sauerkirschen und ganz wenig (20%) Zucker. Ich habe keine Zutat verändert und meine, dass diese die ultimative Mischung ist.

Wann immer ich Gäste erwarte und über das Dessert nachdenke, sagt meine Familie: „Mach doch Rote Grütze.“ Stimmt! Ob mit Vanillesoße – oder Eis, Panna Cotta oder geschlagener Sahne, Joghurt oder Quark…Rote Grütze geht immer!

Haben Sie auch noch eine Idee?

Marmeladen

Orangenmarmelade – und diese Bezeichnung ist nach der KonfitüreVerordnung korrekt – steht oft im Ruf zu bitter für den deutschen Gaumen zu sein. Ich mag diesen Gegensatz zwischen bitter und süß sehr gern, aber es ist eben nicht Jedermanns Sache. Ok, meine Kunden wünschten sich eine Sorte mit Orangen, aber nicht so bitter.

Dann hat ich –  mal wieder – ein wenig herumprobiert und bin bei meiner „Orangella“ (frisch gepresster Orangensaft, Grapefruitfilets und Erdbeermark) und „Kokorange“ (frisch gepresster Orangensaft, Ingwer und Kokos) gelandet.

Meine Marmeladen sind sehr wenig bitter, aber sehr fruchtig und frisch. Sobald ich eine neue Creation fertig habe, sage ich Ihnen Bescheid…

Sirup

Überall und immerzu heißt es: Viel Trinken! Aber immer nur Wasser? Irgendwann hatte auch ich die Nase voll von Wasser und dann ich habe mich an den Sirup aus meiner Kindheit erinnert.

Am nächsten Tag habe ich mir einen Dampfentsafter gekauft und einfach losgelegt. Ich hatte noch ein paar frische Himbeeren und eingefrorenen Rhabarber und habe beides in den Entsafter geschmissen. Nach zwei Stunden hatte ich herrlichen Saft, aus dem ich meinen ersten „nicht schrecklich süßen“  Sirup, gekocht habe. Die Kombination von Himbeeren und Rhabarber habe ich einfach beibehalten….

Seitdem stelle ich die Säfte für meine Fruchtsirup-Sorten selbst her. Mit Zucker und Zitronensaft vermengt wird der frische Saft noch einmal aufgekocht und abgefüllt. Als Aperitif mit viel Eis oder Pudding-Topping sind meine Fruchtsirup-Variationen immer eine gute Wahl.

Im Frühsommer mache ich mich auf den Weg und sammle in den frühen Morgenstunden Holunderblüten. Ganz traditionell lege ich die Blüten mit ein paar Scheiben frischer Zitrone über Nacht in Wasser ein. So geben die Blüten Ihr wunderbares Aroma an das Wasser ab und es entsteht eine kalte Infusion. Auch hier gebe ich Zucker und Zitronensaft dazu. Holunder-Blüten-Sirup schmeckt einfach toll als Cocktail mit Wein oder Sekt aufgefüllt, aber auch als Tee mit kochendem Wasser aufgefüllt.

Wer jemals an frischen Waldmeister-Blättern geschnuppert hat, weiß warum ich diesen speziellen Duft so liebe. Die selbst gesammelten Blätter trockne ich vor dem Einlegen in kaltem Wasser für einen Tag. Ich finde, dann geben sie noch mehr Aroma ab. Aber kann auch Ansichtssache sein. Entgegen den herkömmlichen Rezepten gebe ich meinem Waldmeister-Sirup immer einen ordentlichen Schuss Zitronensaft hinzu. Das macht ihn noch fruchtiger und frischer. Meine Kunden fragen mich oft nach der unerwartet gelblichen Farbe des Sirups:  Selbstverständlich verwende ich auch beim Waldmeister-Sirup keine Farbstoffe!

Im Übrigen kann man Sirupe auch zum Kochen oder als Geschmacksnote im Salatdressing verwenden. Somit kann man sich eine weitere Zuckerzugabe sparen.

 

 

 

 

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